Das Kettler Laufrad Speedy Lässt Alle Anderen Hinter Sich

Laufräder sind ganz schön in Mode gekommen. Ich möchte Dir heute meinen Favoriten, das Kettler Laufrad Speedy vorstellen und es auch noch kurz mit dem Bestseller Puky Laufrad vergleichen. Nach über fünf Jahren ist einiges an Erfahrungsmaterial zusammengekommen, das ich gerne mit Dir teilen möchte.

Lieber ein Laufrad statt lauter Stützrollen

Als ich noch ein Kind war, lernten wir das Fahrradfahren mit Stützrädern oder Stützrollen. Das waren kleine Reifen an einer Stange, die man rechts und links vom Hinterreifen montieren konnte. Diese Stützen halfen dann, wenn man zum ersten Mal in die Pedale trat davor, einfach umzukippen. Die Eltern hatten die Hände frei und mussten ihre Kinder nicht im Nacken packen und ständig hinterherrennen. Die Stützen waren für die kleinsten Kinderfahrräder gedacht und dementsprechend lustig sah es aus, wenn wir kräftig mit gefühlt tausend Umdrehungen pro Minute in die Pedale hauten und abwechselnd von links nach rechts schwankten ohne umzukippen. Außerdem waren die Hartschaum-Kunststoffreifen der Rollen, oft auch die des Fahrrades, höllisch laut und machten alle zusammen einen enormen Lärm. Ich weiß nicht, ob diese Stützräder damals eine Modeerscheinung waren oder ob es sie davor auch schon eine Weile gegeben hatte, aber was ich weiß ist, dass es heute keine Stützräder mehr gibt. Zumindest habe ich in den letzten fünf Jahren kein einziges Kinderfahrrad mit Stützrädern gesehen. Meine Kids sind jedenfalls nicht mehr mit Stützrollen aufgewachsen, sondern mit Laufrädern. Laufräder haben sozusagen die Stützrollen abgelöst. Seltsam, wie sich die Geschmäcker immer wieder ändern und wandeln. Beispielsweise kann ich mich nicht daran erinnern, als Kind jemals ein Laufrad gesehen zu haben. Ich könnte jedoch wetten, dass es Laufräder bestimmt schon länger als Ketten-Fahrräder gibt, oder?

Die Vorteile des Kettler Laufrades

Wie auch immer. Laufräder im allgemeinen und speziell das Speedy von Kettler sind eine tolle Sache und haben gleich mehrere Vorteile gegenüber den Stützrollen. Zum einen muss man die Dinger nicht umständlich montieren und wieder abschrauben und schließlich feststellen, dass das Fahrrad mittlerweile eh schon zu klein für das Kind geworden ist. Nein, das Laufrad kann sofort in Betrieb genommen werden. Man muss nur kurz die Sitzhöhe einstellen und los geht es. Zweitens kommt ein Laufrad dem Gleichgewichtssinn des Kindes mehr entgegen. Schließlich muss es auch auf einem Laufrad von selber die Balance halten und lernen beim Anhalten die Füße aufzusetzen. Bei den Stützrädern war dies nicht der Fall. Wie gesagt, konnten die Kinder damit gleich lostreten und sich bis zu 45° nach rechts oder nach links zu lehnen ohne das sie umkippten. Wenn das Fahrrad zum Stillstand kam, musste man es nicht auffangen, weil es nicht umkippte. Stattdessen legte man noch gemütlich die Füße auf den Lenker. Nein, nein, ein Wunder, dass man das Radfahren damit überhaupt lernen konnte. Zum dritten sind die heutigen Laufräder deutlich stabiler und langlebiger. Zumindest das Laufrad Speedy von Kettler, das ich Euch vorstellen möchte, verrichtet seinen Dienst bei uns nun schon seit fünf Jahren und wird von Kind zu Kind weitergereicht (wenn auch mit großen Trennungsschmerzen). Die Haltbarkeit ist also beeindruckend, aber das ist kein Zufall. Ich hatte mich damals informiert und das Laufrad Speedy war, wenn ich mich recht erinnere sogar Testsieger bei Stiftung Warentest geworden. Ich bin als kein Genie, das eine Nase dafür hat, welches Modell das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet, sondern ich setze mich auf meinen Hintern und recherchiere halt kurz eine Viertel- oder Halbestunde. Dann habe ich aber auch jahrelange Ruhe bzw. die Kinder ihren Spaß mit dem Teil. So einfach geht das. Schließlich machen wir das doch für uns selber auch, wenn wir uns etwa eine Waschmaschine oder einen Fernseher anschaffen. Da sollte man dann bei den Kindern auch etwas Zeit und Mühe investieren.

Jedenfalls kannst Du Dir die Mühe jetzt sparen, denn ich kann Dir bestätigen, dass das Speedy Laufrad von Kettler das beste seiner Art ist. Über all die Jahre gab es nie Probleme beim Einstellen des Lenkrads oder der Sitzhöhe und Griffe, Sattel, sowie Reifen sind immer noch in einem guten Zustand. Das Laufrad würde locker noch ein weiteres Kind verkraften. Es ist aus einem Stahlrohrramen gebaut, das ihm Stabilität und Dauerhaftigkeit verleiht, ohne jedoch zu schwer zu werden. Es wiegt nicht einmal 5 kg, hält dafür aber eine Belastung von bis zu 50 kg aus. Ich finde das ein faires Verhältnis. Es gibt andere Laufräder aus Aluminium oder Holz, denen ich diese Robustheit nicht zutraue und die für mich deshalb nicht in Frage kommen. Die Räder messen zehn Zoll (etwa 25 cm) und sind mit Kunststoff bereift. Dadurch fällt das Aufpumpen und Flicken weg und die Abrollgeräusche der Reifen sind auch angenehm leise. Die Reifen sind kugelgelagert, was auch die gute Gängigkeit nach so vielen Jahren erklärt. Der Sattel ist recht groß und bequem gepolstert und kann von 30 bis über 40 cm verstellt werden. Wind und Wetter konnten ihm bisher nichts anhaben. Überhaupt sieht das Laufrad Speedy nach über vier Jahren überraschend frisch aus. Der Lack ist noch dran und die roten und gelben Farben sind dank einer Acrylbeschichtung immer noch kräftig und nicht ausgebleicht. Das Fahrrad wird zerlegt geliefert und kann mit einigen wenigen Handgriffen zusammengeschraubt werden. Mit deutlich unter 50 Euro ist es zudem eines der günstigsten Laufräder überhaupt.

Die einzigen Punkte, auf die man achten sollte sind, dass das Lenkrad selber nicht höhenverstellbar ist und dass das Laufrad keine Bremsen oder anderen Schutz hat. Man darf sein Kind also nicht ohne weiteres an einer dichtbefahrenen Straße draufsetzen und kräftig anschubsen. Nein! Auch das Fahren mit dem Laufrad muss geübt und gelernt werden, vor allem das Auf- und Absteigen sowie das Bremsen, Lenken und Aufstützen. Da fällt mir ein, dass man natürlich auch einen Helm aufsetzen sollte, besonders wenn man in der Stadt auf befestigten Gehwegen und Straßen unterwegs ist.  Im Park oder auf einem Waldweg kann man den ruhig auch mal weg lassen. Die Kinder sollen ja auch einen Schutzreflex für ihre Köpfe entwickeln können. Schließlich hat man nicht immer und überall einen Helm auf. Empfehlen kann ich Dir diesen Kinder-Fahrradhelm von ABUS oder diesen hier von Uvex. Nun steht dem Üben nichts mehr im Wege. Am besten geht man dafür raus auf einen Feldweg oder in einen Park. Zur Not tut es auch der Parkplatz vor dem Supermarkt am Sonntag. Es ist jedenfalls ein tolles Vergnügen, wenn man sieht, wie die Kinder die ersten Meter alleine schaffen und sich immer mehr zutrauen. Ich denke, man kann so mit knapp zwei Jahren damit anfangen und das Laufrad theoretisch mit bis zu fünf Jahren benutzen. Allerdings ist es wohl realistischer, dass man spätestens mit vier bis fünf Jahren ein richtiges gutes Fahrrad, etwa das von Puky in 18 Zoll, holt um die Kinder nicht zu unterfordern. Außerdem wird es irgednwann peinlich, wenn man als Vorschulkind immer noch mit einem Laufrad unterwegs ist. Bestimmt werde ich auch mal einen Beitrag über unsere Erfahrungen mit den Fahrrädern schreiben.

Gibt es eine gute Alternative zum Kettler Laufrad?

Wenn es eine Alternative zum Kettler Laufrad Speedy gibt, dann sicherlich das Puky Laufrad LR. Es gehört zu den populärsten und meistverkauften Laufrädern und für viele ist Puky überhaupt gleichbedeutend mit Laufrad. Obwohl es bei Stiftung Warentest schlechter abgeschnitten hat, sind viele Eltern nach wie vor vom Puky Laufrad überzeugt. Es hat einige Vor- und Nachteile gegenüber dem Kettler Laufrad Speedy. Zum einen gibt es das Puky Laufrad bereits ab einer Größe von 8 Zoll. Außerdem ist bem Puky auch das Lenkrad höhenverstellbar. Somit bedient das Puky Laufrad ein breiteres Publikum. Speziell für jüngere und kleinere Kinder gibt es also mit dem Puky Laufrad eine frühere Einstiegsmöglichkeit. Außerdem hat der Puky eine Auflage oder eine Art Trittbrett zum draufstehen und geht somit auch schon ein wenig als Roller durch. Jedenfalls ist das sehr geschickt, weil es eine zusätzliche Anwendung ermöglicht und jedes Kind liebt Rollerfahren einfach. Die größeren Puky Laufrad Modelle haben dann sogar Bremsen. Das ist nicht schlecht, doch fehlt bei diesen Laufrädern die Einschlagbegrenzung des Lenkrades wie beim Kettler Laufrad. Somit kann sich zum einen das Bremskabel um den Lenker wickeln und zum anderen besteht die Gefahr, dass die Kinder sich etwas einklemmen könnten. Vom Preis her ist das Puky deutlich teurer, hat aber auch einen höheren Wiederverkaufswert. Das kann bei einem Laufrad schon sehr interessant sein, insbesondere wenn es sich um ein Einzelkind handelt und das Laufrad nach zwei Jahren nicht mehr benötigt wird. So findet man bei eBay während ich diesen Beitrag schreibe über 50 Angebote für gebrauchte Puky Laufräder mit einer druchschnittlichen Preisspanne von 30-40 Euro. Das Kettler Laufrad finde ich deutlich weniger als zwanzig mal mit einem Durchschittspreis von nur ca. 20 Euro. Die Entscheidung ist also gar nicht so einfach, aber letzten Endes macht Ihr mit beiden Modellen nichts falsch. Soviel dazu.

Ein paar letzte Tipps bevor es losgehen kann

Vorerst seid Ihr mit dem Kettler Laufrad Speedy aber bestens bedient. Ich kann Dir versichern, dass Dein Kind es lieben wird und dass Spaziergänge und weite Wege plötzlich richtig angenehm werden. Statt immer auf das Kind zu warten, flitzt es nun voraus und um einen herum und man hat Mühe mit dem Laufrad mitzuhalten. Auch bei längeren Tagesausflügen wie etwa in den Zoo oder im Urlaub bewährt sich das Laufrad, weil die Kinder, auf die Strecke umgerechnet, weniger ermüden. Eines sollte man jedoch früh genug ansprechen, sonst wird es schnell zu einer schlechten Angewohnheit: Die Kinder sollten bald lernen, dass wenn sie ihr Laufrad mitnehmen, sie auch damit bis zum Schluss fahren oder es nach Hause schieben müssen. Wenn man ständig auf halber Strecke das Laufrad schultert und womöglich im letzten Drittel auch noch das Kind, dann tut man sich und seinem Kind keinen Gefallen damit. Besser man bespricht die Sache rechtzeitig mit dem Nachwuchs und versucht, Verständnis dafür zu erzeugen. Bei längeren Strecken wird es natürlich immer Ausnahmen geben und auch regelmäßige Pausen sollte man auch mit dem Laufrad einhalten. Man sieht es den Kindern nämlich nicht an, ob und wann sie Müde werden. In einem Augenblick strotzen sie nur so vor Energie und Aktivität und im anderen schlafen sie fast im Stehen ein. Also immer ein bisschen mitdenken und sich nicht vom äußeren Schein trügen lassen. Und nun wünsche ich Euch viel Spaß und Gute Fahrt mit dem Kettler Laufrad Speedy.

Für den Fall, dass Du Dich nicht entscheiden kannst, empfehle ich Dir diese Bestseller-Liste auf Amazon. Da findest Du jede Menge weiterer toller Lauf- und Fahrräder mit ebenfalls sehr guten Bewertungen.

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