Kind will vater nicht sehen

Kann man ein Kind zwingen den Vater zu sehen?

Denn wenn das Kind aus Loyalität zur Mutter nichts mehr mit dem Vater zu tun haben will, können Gerichte aus Kindeswohlgründen einen unbefristeten Umgangsausschluss anordnen. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Im verhandelten Fall hatten sich die Eltern des 2003 geborenen Kindes getrennt.

Was ist wenn das Kind nicht zum Vater will?

Kein Kind sollte gezwungen werden, unter Tränen zum Vater zu gehen. Vielmehr kann es helfen, wenn ein Kind zunächst Zeit mit dem Vater in der gewohnten Umgebung verbringt, sich mal zu einem Besuch der nächstgelegenen Eisdiele überreden lässt und irgendwann den Vater in seiner Wohnung besuchen möchte .

Kann ein Kind das Umgangsrecht verweigern?

Vereitelt der sorgeberechtigte Elternteil das Umgangsrecht , macht er sich u.U. wegen Kindesentziehung strafbar (§ 235 Strafgesetzbuch). Umgekehrt darf man ein Kind aber nicht zum Umgang zwingen, wenn das Kind dem Umgang tatsächlich ablehnend gegenübersteht.

Was passiert wenn die Mutter das Umgangsrecht verweigert?

Verweigert die Mutter dem Vater das ihm zustehende Umgangsrecht , kann er sein Umgangsrecht einklagen. Verweigert die Mutter trotz einer gerichtlichen Umgangsregelung weiterhin den Umgang, kann dies mit einem Ordnungsgeld oder Ordnungshaft durchgesetzt werden.

Wann kann ein Kind selbst entscheiden ob es zum Vater will?

In der Regel können die Kinder im Alter von zwölf Jahren selbst bestimmen, ob und wie sie mit den Eltern Umgang haben wollen. Ausschlaggebend für die Entscheidung ist die Reife, die das Kind dann haben sollten.

Wann kann ein Kind entscheiden ob es zum Vater will?

Das Gesetz sagt: Gegen den Willen der Eltern oder eines Elternteils kann ein Kind erst mit dem vollendeten 18. Lebensjahr für sich entscheiden , wo es leben möchte.

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Kann ein Kind zum Umgang mit dem Vater gezwungen werden?

Wird ein Kind gegen seinen Willen zum Umgang mit einem Elternteil gezwungen , kann eine Kindeswohlgefährdung anzunehmen sein. Hier gilt nämlich: Je älter ein Kind wird, desto mehr ist sein Wille bei der Entscheidung über den Umgang zu berücksichtigen.

Bin ich verpflichtet das Kind zum Vater zu bringen?

Leben die Eltern getrennt, müssen sie im Interesse der gemeinsamen Kinder eine Regelung des Umgangsrechts treffen. Er ist auch verpflichtet , das Abholen und Zurückbringen der Kinder zu übernehmen. Dies gilt auch beim gemeinsamen elterlichen Sorgerecht.

Was tun wenn das Kind zum Vater ziehen will?

Ruf beim Jugendamt an und mach erst einmal einen Termin für Dich alleine. Dann weisst Du schon mehr. Zeige ihm dass Du seinen Wunsch ernst nimmst, das nimmt schonmal ganz viel Druckpotential bei ihm raus, wenn er sieht dass Du nicht erfürchtig zusammenbrichst und er alles machen darf.

Kann der Vater die Zahlung von Unterhalt verweigern?

Kann ich den Unterhalt verweigern , weil das Kind verzichtet hat? Sofern Ihr Kind oder der andere Elternteil erklärt, auf den Kindesunterhalt für die Zukunft zu verzichten, ist die Erklärung rechtlich unwirksam. Für die Zukunft kann nämlich auf Unterhalt nicht verzichtet werden (§ 1614 BGB).

Kann man das Umgangsrecht erzwingen?

Ein Vater, der sein Kind nicht sehen will, kann nur in Ausnahmefällen dazu gezwungen werden. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschied, dass Eltern nicht zum Kontakt mit ihren Kindern gezwungen werden dürfen, zumindest nicht in der Regel.

Kann der leibliche Vater der Mutter das Kind wegnehmen?

Richtig ist: Das Sorgerecht kann nur das Familiengericht wegnehmen . Das Jugendamt darf in besonderen Fällen Kinder auch ohne vorherigen gerichtlichen Beschluss in Obhut nehmen. Das setzt allerdings voraus, dass eine so große und baldige Gefahr droht, dass das Gericht vorher nicht mehr angerufen werden kann .

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Wann darf der Umgang verweigert werden?

Misshandlungen oder Missbrauch müssen für Verweigerung des Umgangsrechts nachweisbar sein. Behauptungen oder bloße Ermittlungen reichen nicht aus. Die Alkohol- oder Drogenabhängigkeit muss sich auf den Umgang mit dem Kind auswirken. Den Ausschluss des Umgangsrechts kann nur das Familiengericht anordnen.

Kann ich als Mutter den Umgang bestimmen?

Für Uneinigkeit sorgen nicht selten auch die Befugnisse beim Umgangsrecht. Doch was darf der Vater/die Mutter bestimmen , während das Kind in seiner/ihrer Obhut ist? Grundsätzlich kann der umgangsberechtigte Elternteil während der Besuchszeit alle Entscheidungen zum unmittelbaren Zusammensein treffen.

Wer entscheidet über das Umgangsrecht?

Der Richter muss herausfinden, welcher Umfang und welche Ausübung des Umgangsrechts zum Wohle des Kindes (§ 1697a BGB) beiträgt. Das Gesetz legt zudem fest, dass die Eltern alles zu unterlassen haben, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil in Mitleidenschaft zieht.